Energiekonzerne erwecken Unmut

Mai 6th 2009 05:02 pm

Wie das Meinungsforschungsinstitut “TNS Emnid” in einer aktuellen repräsentativen Befragung herausfand, ist eine deutliche Mehrheit unter den Verbrauchern unzufrieden mit den führenden Energieunternehmen in Deutschland.

Befragt wurden die Teilnehmer der Studie im Auftrag von Greenpeace zu Preisen und Investitionen der Energieriesen E.ON, RWE, Vattenfall und EnBW. Die Ergebnisse sind erwartungsgemäß nicht sehr schmeichelhaft für die Unternehmen. 85 Prozent der Befragten halten die Preise für Strom und Gas für überzogen und zu hoch. Auf der anderen Seite seien die eigentlich wichtigen Investitionen in erneuerbare Energien deutlich zu schwach, finden 67 Prozent. Darüber hinaus kritisierten 77 Prozent die Beteiligung der deutschen Unternehmen an Kraftwerkprojekten in Osteuropa.

Konsequenzen gefordert

Andree Böhling, Energieexperte der Auftraggeber von Greenpeace, erkannte in den Ergebnissen klare Zeichen. “Die Deutschen haben es satt, überzogene Strompreise für dreckigen Strom aus Atom- und Kohlekraftwerken zu zahlen”, äußerte er sich in einer Pressemitteilung der Organisation. Obwohl eigentlich die Unterstützung der Erforschung erneuerbarer Energiequellen erforderlich sei, kämen die Konzerne dieser und auch anderen gesellschaftlichen Verantwortungen nicht nach. Die deutliche Sprache der Kunden würde jetzt zeigen, dass die PR-Kampagnen der Stromunternehmen ihre Wirkung verfehlt hätten, so Böhling weiter. Nun sei die Politik gefragt: Eine Netz AG müsse etabliert werden, um die Macht der Marktführer zu brechen und einen wirklich freien Wettbewerb zu ermöglichen. Nur so könnten die ehrgeizigen Ziele zum Klimaschutz und die Liberalisierung des Energiemarktes mittelfristig erreicht werden.

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