E.On steigt aus dem Stromverteilungsgeschäft aus
August 17th 2009 04:04 pm
Der Energieriese E.On ändert seine Prioritäten. Der Energieverteilungssparte hat für den Konzern an Attraktivität verloren und wird noch zum Ende dieses Jahres komplett veräußert. Stattdessen wird das Gewicht auf die Energieherstellung verlagert.
Den ersten Schritt in diese Richtung macht E.on mit dem Verkauf der Thüga. Die Thüga ist eine Tochterfirma des Energieriesen und vereinigt in sich mehr als 90 Minderheitsbeteiligungen an kommunalen Unternehmen. Für eine Summe von rund drei Milliarden Euro trennte sich der Konzern nun von der Thüga, die somit an ein kommunales Konsortium, welches sich aus über 40 Stadtwerken zusammensetzt, übergeht. Experten Begrüßen diese Entwicklung. Durch den Kauf entsteht ein neuer Energieriese, der dem Markt frische Impulse geben könnte.
Durch diese und ähnliche Beteiligungsverkäufe will E.On bis 2010 rund zehn Milliarden Euro einnehmen und damit einen Teil seiner rund 47 Milliarden Schulden ausgleichern, die durch Zukäufe im Ausland entstanden sind.
E.On verlagert seinen Fokus unterdessen auf das lukrative Geschäft mit der Energieproduktion. Hierzu werden in Zukunft Kraftwerke, Windparks und Biogasanlagen in ganz Europa gebaut werden. Den Verkauf seines gesamten deutschen Hochspannungsnetzes will der Konzern dabei noch bis Ende des Jahres realisieren, die Verhandlungen hierzu befinden sich zur Zeit in der entscheidenden Phase.