Greenpeace fordert Schließung von unsicheren Atomkraftwerken
September 18th 2009 01:37 pm
Baden-Würtemberg und Bayern sollen zwei ihrer Atomkraftwerke schließen, die die Sicherheitsstndards bei einem möglichen Flugzeugunglück oder Attentat nicht erfüllen. Um das zu erreichen, hat Greenpeace die beiden Bundesländer nun verklagt.
Zwei Untätigkeitsklagen hat die Organisation gegen die Atomaufsichtbehörden der Bundesländer eingereicht, da diese auf Anträge nicht reagiert haben, die den Widerruf der Betriebsgenehmigungen fordern. Bereits vor Jahren hat Greenpeace die Länder zur Schließung der Kraftwerke aufgefordert. Die beiden Atommeiler sind nicht genügend gegen den Aufprall eines Verkehrsflugzeuges gesichert.
Im einem solchen Fall, könnten die fehlenden Sicherheitsmaßnahmen zu einem schweren Reaktorunfall führen. Der Greenpeace Atomexperte Heinz Smital sagt das Verhalten der Umweltministerin Tanja Gönner (Baden-WÜrtemberg) und des Umweltministers Markus Södel (Bayern) sei in diesem Fall unverantwortlich. Die beiden Kraftwerke gehören zu den ältesten in Deutschland.
Die Entsprechenden Anträge zum Widerruf der Betriebsgenehmigung hat Greenpeace bereits 2001 eingereicht. Vor drei Monaten wurden die Anträge erweitert und erneut eingereicht. Nach Berechnungen von Greenpeace würde die Kontamination der Umgebung den kritischen Wert für eine Evakuation, bereits wenige Stunden nach einem Unfall um ein Tausendfaches überschreiten. Es existieren auch Unterlagen deutscher Sicherheitsbehörden, die einen Terroranschlag aus der Luft nicht ausschließen. Bei den Kraftwerken handelt es sich um Philippsburg 1 und Isar 1.