Erneuerbare Energien sind auf dem Vormarsch
Dezember 9th 2009 03:42 pm
Seit die rot-grüne Regierung im Jahr 2000 damit anfing verschiedene Gesetze zu erlassen, die allesamt das Ziel hatten, dass mehr in die erneuerbaren Energien investiert wird, hat die Branche ein Wachstum zu verzeichnen. Der Andrang auf Windräder und Solarzellen nahm zu und ein Teil des heute erzeugten Stroms kommt aus den neuen Technologien. Noch dominieren Atom- und Kohleenergie den Markt, das muss und wird sich in den nächsten Jahren ändern.
Es gibt bereits kleine Kommunen, die Stromerzeugen, ohne CO2-Ausstoß, wie auf der Insel Samsö in Dänemark. Dort wird der Strombedarf der Einwohner ausschließlich mit Hilfe erneuerbarer Energien gedeckt. Der Großteil des Stroms wird von elf Windrädern erzeugt, die zusammen jährlich 28.000 Megawatt Strom erzeugen. Davon wird nicht nur der Bedarf auf der Insel gedeckt, es wird auch noch Strom ans Festland verkauft, weil sie Inselbewohner mehr Strom produzieren als sie eigentlich brauchen. Die Insulaner haben ihre Fahrzeuge auf Biosprit umgestellt, der aus Raps, der auf der Insel wächst, hergestellt wird. Eine Umstellung auf elektrisch betriebene Autos ist das nächste Projekt, das ansteht. Der Strom, der zurzeit ans Festland verkauft wird würde dann für die Autos benutzt werden.
Nutzung der Kuhmilch
Zu guter Letzt werden auf Samsö die Häuser mithilfe frisch gemolkener Milch beheizt. Wie das geht? Damit Milch länger haltbar ist muss sie nach dem melken von ca. 38 Grad Celsius auf drei Grad runter gekühlt werden. An ihre Milchtanks haben die Bauern von Samsö Wärmetransfertanks angeschlossen, die die Wärme in die Häuser leiten, so dass sie nicht einfach verloren geht.
Ist Samsö ein Beispiel für die Welt?
Ob das Konzept von Samsö auch in einer deutschen Großstadt anwendbar ist, ist eher unwahrscheinlich. In Samsö leben nur 4000 Menschen, hinzu kommt, dass das Projekt durch einen Ideenwettbewerb des dänischen Umwelt- und Energieministeriums angegangen wurde und für die Inselbewohner wirtschaftliche Vorteile mit sich bringt. Wäre das nicht so, würde die Stromversorgung von Samsö noch genauso aussehen wie im Rest der Welt.