Offshoreparks als Energiequelle der Zukunft
Mai 3rd 2010 09:33 am
Nach mehr als zehn Jahren der Planung ist es nun endlich soweit: seit einigen Tagen fließt Strom von der Nordsee in die Haushalte der Bundesrepublik. Da wurde mit der Anlage Alpha Ventus des erste deutsche Offshore-Windpark in Betrieb genommen. Erstmalig wird nun in der Bundesrepublik auf offener See Strom erzeugt und in die Netze auf dem Festland eingespeist.
Schon vor mehr als zehn Jahren entstand die Idee zum Bau der Windanlage. Der Beginn des Jahres sollte noch bis zum Jahr 2008 dauern. Der Windpark mit seinen insgesamt 12 Windrädern liegt 45 Kilometer nördlich von Borkum, in 30 Meter tiefem Wasser. Jeder dreiflügelinge Rotor misst mehr als 126 Meter Durchmesser und kreist mit einer Geschwindigkeit von 80 Metern pro Sekunde um den Rotor. Jeder der 12 Turbinen erzeugt so viel Strom, dass damit 4.100 Haushalte mit durchschnittlichem Verbrauch.
Die Eröffnung von Alpha Ventus ist lediglich der Anfang der Windenergie in Deutschland. Viele Unternehmen sehen die Anlage lediglich als Testprojekt für weitere Offshore-Windparks. Energiekonzerne sehen Windparks im Wasser als lukrativere Energiequelle an als an Land, da auf dem Meer der Wind länger und intensiver weht. An den Küsten der Nord-und Ostsee sollen in nächster Zeit viele weitere Windparks entstehen, insgesamt 25 von ihnen europaweit.
Der Mix von Energien wird künftig in Deutschland zunehmend mehr Bedeutung erhalten und Windparks werden Atomkraftwerke in naher Zukunft beinahe überflüssig machen. In der Bundesrepublik sollen bis zum Jahr 2030 circa 40 Prozent der benötigten Energie von Windkraftwerken produziert werden.