Energie sparen um jeden Preis?
April 28th 2011 09:27 am
Die Energiesparlampe hatte in punkto Popularität von Anfang an einen schwierigen Stand. Vielen war die Umweltfreundlichkeit und die Energieersparnis es nicht wert, dafür in einem mäßig beleuchteten Raum zu sitzen. Besonders die scheinbar schwächere Leuchtkraft ist ein Punkt, der vielen sauer aufstieß. Doch ist die Energiesparlampe wirklich so schwach? Hier ein kleiner Überblick, damit man bis zum Verbot normaler Glühlampen 2012 informiert ist.
Wirklich teurer?
Leider ist es wahr: Die Energiesparlampe ist durchaus teurer als die herkömmliche Glühlampe. Für die neuen Energiesparer kann man schonmal das Fünffache des normalen Preises auf den Tisch legen. Dasselbe gilt für die schon länger auf dem Markt erhältlichen LED-Leuchten, denn die Licht emittierenden Dioden sind ebenfalls teurer als normale Glühlampen. Kann man nun nicht mehr günstig Lampen kaufen? Nein. Der höhere Preis bedeutet nicht, dass man auf Dauer gesehen tatsächlich mehr bezahlt. Energiesparlampen und LED-Leuchten sind zwar in der Anschaffung teurer, aber es geht ja nicht nur um die Anschaffung. Die Ersparnis liegt im niedrigeren Verbrauch. Nach Angaben der Deutschen Energie-Agentur (DEA) kann man auf die gesamte Lebensdauer einer Energiesparlampe 100 Euro sparen. Eine normale Glühlampe ist zwar bereits für wenig Geld erhältlich, dafür aber auch nicht so langlebig und verbraucherfreundlich. Die Kosten für die Neuanschaffung der Glühlampen, wie auch der Stromverbrauch, machen die Energiesparlampen zur attraktiveren Kosten-Nutzen-Rechnung.
Die Leuchtkraft
Der Preis und die daran gekoppelte Ersparnis ist sicherlich ein wichtiger Punkt. Doch Nachteile gibt es auch. So ist die Leuchtkraft bei vielen Energiesparlampen geringer als bei einer herkömmlichen Glühbirne. Nach Angaben von Öko-Test würden die Energiesparlampen mit der Zeit noch dunkler werden und seien bei häufigem Ein- und Ausschalten relativ schnell abgenutzt. Dies mag auf einige Energiesparlampen zutreffen, aber sicherlich auch auf viele normale Glühlampen. Beim Kauf sollte man sich daher vorher im Internet informieren. Stiftung Warentest bietet zu diesem Zweck umfangreiche Prüfungen an, bei denen man sich über entsprechende Marken Informationen beschaffen kann. Was die Leuchtkraft selbst angeht: Man sollte auf eine entsprechende Wattzahl der Sparlampe achten. 15 Watt entsprechen bei einer guten Energiesparlampe in etwa der Leistung einer herkömmlichen Glühbirne.
Entsorgung
Während man die alten Birnen oftmals ohne groß darüber nachzudenken in den Müll geworfen hat, ist das mit der Energiesparlampe nicht so einfach. Da die Energiesparer giftige Inhaltsstoffe enthalten, müssen sie an entsprechenden Sammelstellen zurückgegeben werden. Wer konsequent die Umwelt schützen will, sollte sich also an diese Sammelstellen wenden. Insgesamt zeigt dieser Überblick, dass Energiesparlampen durchaus noch ihre Tücken haben. Doch Technologie entwickelt sich. Wenn man den Schritt zu einer umweltbewussten Bevölkerung wagen möchte, muss auch damit angefangen werden. Wenn die Energiesparlampe Normalität geworden ist, wird sich auch die Technologie durch den ökonomischen Druck wohl deutlich verbessern.